Leseprobe/Sneek Peek

Every Family has it's Demons

Erst nach Fertigstellung des neuen Kapitels verfügbar

Intrigues in New Orleans

„Ich sehe, du bist wach.“ Die vertraute Stimme riss Carolines Aufmerksamkeit von dem Outfit weg, dass sie gerade in Gedanken kreiert hatte und sie drehte den Kopf in Richtung der Tür, woher die Stimme gekommen war. „Ja, und mir ist todlangweilig. Du hättest wenigstens mein Handy da lassen können.“ Ihr Ton war erstaunlich gelassen, dafür, dass sie die ganze Nacht auf einem kalten Boden gelegen und sich gefragt hatte, warum ihr Ex sie entführt hatte.

Tyler lächelte. „Tut mir leid, aber ich konnte nicht riskieren, dass du Klaus anrufst. Es mag zwar manchmal nicht so aussehen, aber tatsächlich bin ich gerne am Leben.“

Schon wieder dieser Name. Klaus. Er hatte ihn schon einmal gesagt, letzte Nacht, als er sie entführt hatte. Der Klang war vertraut, doch sie sehr sie sich auch den Kopf zerbrach, sie kam einfach nicht darauf, zu wem er gehörte.

Caroline drehte ihren Kopf wieder von der Tür weg und starrte an die Decke. „Was soll das hier, Tyler? Falls du dich entschuldigen willst, ist das definitiv der falsche Ansatz.“

Eine Weile blieb es still und sie dachte schon, er wäre wieder gegangen, als er tief seufzte. „Rebekah hat mich angerufen und gesagt, dass du in Gefahr bist. Du stehst unter Klaus’ Manipulation, Caroline. Ich weiß, du wirst mir das nicht glauben, aber was auch immer da zwischen euch ist…  es ist nicht echt. Er hat dich dazu gezwungen, das zu glauben. Wir arbeiten zurzeit daran, dich irgendwie von der Manipulation zu befreien, aber bis dahin musst du hier bleiben. Das gefällt mir genauso wenig wie dir, aber es ist zu deiner eigenen Sicherheit. Du wirst mir dafür danken.“

„Tyler…“ Sie setzte sich auf und sah ihn verständnislos an. „Ich kenne diese Leute nicht und habe keine Ahnung, wovon du redest. Ich will einfach nur nachhause. Meine Freundinnen machen sich sicher Sorgen um mich und…“

„Du meinst diese Vampirinnen, mit denen du zusammenlebst?“ Er schnaubte. „Rebekah ist sich ziemlich sicher, dass sie auch unter seinem Einfluss stehen. Sie haben vorhin eine Nachricht von dir erhalten. Soweit sie wissen, bist du auf Hawaii, um den Kopf freizukriegen.“

Caroline vergrub das Gesicht in den Händen. Die einzige Erklärung, die ihr jetzt noch einfiel, war, dass Tyler verrückt war. Halluzinationen hatte. Obskuren Hirngespinsten nachhing. Vielleicht war ihm in den Appalachen ein Stein auf den Schädel gedonnert. So oder so, sein Verhalten machte ihr Angst. Wer weiß, was diese Rebekah – wahrscheinlich eine Stimme in seinem Kopf – ihm als nächstes befehlen würde.

„Bitte, lass mich einfach gehen“, flehte sie und zum ersten Mal ließ sie die Verzweiflung in ihrer Stimme zu.

Er betrachtete sie einen Moment lang mit einem fast reuevollen Blick. „Tut mir leid, Care, das kann ich nicht.“